Promotionsberatung: Was sie darf und was nicht.
Der Begriff ist nicht geschützt. Dahinter steht deshalb alles, von seriöser Strukturarbeit bis zu Angeboten, die Ihren Grad dauerhaft gefährden. Hier steht die Grenze.
Eine Promotionsberatung unterstützt bei Themenfindung, Exposé, Hochschul- und Betreuungssuche, Zeitplanung und Prüfungsvorbereitung. Was sie nicht darf: Texte für die Dissertation verfassen, Analysen liefern oder den Grad zusagen. Die wissenschaftliche Eigenleistung muss vollständig bei Ihnen liegen, sonst ist der Grad angreifbar.
Was eine Beratung leistet
Der Nutzen liegt dort, wo Vorhaben typischerweise scheitern: an einer zu weiten Frage, an fehlendem Datenzugang, an einer unpassenden Betreuungsanfrage und an einem Zeitplan, der den Beruf nicht kennt.
Wo die Grenze verläuft
Die Grenze ist einfach zu bestimmen: Alles, was in die Arbeit einfließt, muss von Ihnen stammen. Beratung darf fragen, prüfen, strukturieren und zurückspiegeln. Sie darf nicht formulieren, analysieren oder interpretieren, was später als Ihre Leistung eingereicht wird.
Wer Textbausteine, Kapitel oder fertige Auswertungen liefert, betreibt Ghostwriting. Das gefährdet den Grad dauerhaft, unabhängig davon, wie das Angebot genannt wird, und unabhängig davon, wie viel Sie selbst daran geändert haben.
Viele Promotionsordnungen verlangen eine Erklärung über in Anspruch genommene Hilfen. Prüfen Sie den Wortlaut Ihrer Fakultät und halten Sie sich daran. Eine transparente Angabe schadet nie, eine unterlassene kann alles kosten.
Fragen, die Sie vorab stellen sollten
Der Name muss vor Vertragsschluss auf dem Tisch liegen, ebenso der Status in anabin. Wer ausweicht, hat die Frage beantwortet.
Eine klare, schriftliche Liste. Wenn Textarbeit an der Dissertation dabei ist, ist es das falsche Angebot.
Seriös ist eine Zusage über die eigene Leistung. Unseriös ist jede Zusage über Titel, Dauer oder Zulassung.
Die wissenschaftliche Betreuung leistet die Universität. Eine Beratung ersetzt sie nicht und sollte das auch nicht behaupten.
Kosten und Vertragsgestaltung
Seriöse Anbieter nennen ihren Preis erst, wenn sie Ihre Ausgangslage kennen, und sie schlüsseln auf, welche Leistung wann erbracht wird. Pauschalpreise ohne Kenntnis von Fach, Vorleistungen und Zielhochschule sind ein Warnsignal, ebenso Vorkasse über die gesamte Laufzeit.
Achten Sie auf Kündigungsmöglichkeiten und darauf, was passiert, wenn Sie die Promotion nicht beginnen oder abbrechen. Ein Vertrag, der Sie über Jahre bindet, ohne dass Leistung abgerufen wird, ist unüblich.
Nachgefragt.
Was ist eine Promotionsberatung?+
Eine Dienstleistung, die den Weg zur Promotion strukturiert: Thema, Exposé, Hochschul- und Betreuungssuche, Zeitplan, Prüfungsvorbereitung. Die wissenschaftliche Arbeit bleibt bei Ihnen.
Ist eine Promotionsberatung erlaubt?+
Beratung und Strukturarbeit sind zulässig. Unzulässig ist die Übernahme der wissenschaftlichen Eigenleistung, also das Verfassen von Textteilen oder Analysen.
Muss ich die Beratung angeben?+
Viele Promotionsordnungen verlangen eine Erklärung über in Anspruch genommene Hilfen. Prüfen Sie die Regelung Ihrer Fakultät und halten Sie sich daran.
Woran erkenne ich unseriöse Anbieter?+
An Titelzusagen, festen Dauerversprechen ohne Kenntnis Ihres Themas, verschwiegenen Hochschulnamen und dem Angebot, Textteile zu übernehmen.
Was kostet eine Beratung?+
Das hängt von Umfang und Phasen ab. Ein transparentes Angebot nach dem Erstgespräch ist Standard, Pauschalversprechen sind es nicht.
Ersetzt die Beratung die Betreuung?+
Nein. Die wissenschaftliche Betreuung leistet die Universität. Eine Beratung bereitet vor, strukturiert und prüft.
Brauche ich überhaupt eine Beratung?+
Nein. Sie hilft, wenn Ihnen Zugang zum Wissenschaftsbetrieb, Zeit für die Vorbereitung oder Erfahrung mit Promotionsordnungen fehlt.
Passt dazu.
Kostenloses Erstgespräch, unverbindlich.
15 Minuten online: Wir klären Ihre Ausgangslage, ein mögliches Thema und den passenden Weg.
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten im Formular. Wir rufen Sie zurück und klären alles Weitere direkt im Gespräch.