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Das Exposé der Dissertation: Aufbau, Umfang, typische Fehler.

Das Exposé ist das Dokument, mit dem über Ihr Vorhaben entschieden wird. Es überzeugt nicht durch Länge, sondern durch eine beantwortbare Frage und einen glaubwürdigen Plan. Hier stehen die Bestandteile, der übliche Umfang und die Stellen, an denen die meisten Entwürfe hängen bleiben.

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Die kurze Antwort

Ein Exposé umfasst in der Regel 5 bis 15 Seiten und beantwortet vier Fragen: Welche Forschungslücke bearbeiten Sie? Wie lautet die Forschungsfrage? Mit welcher Methode beantworten Sie sie? In welchem Zeitrahmen? Auf dieser Grundlage entscheidet eine Betreuerin oder ein Betreuer, ob das Vorhaben tragfähig ist, und die Fakultät, ob sie Sie zulässt.

Die acht Bestandteile

Die Bezeichnungen unterscheiden sich je Fakultät, die Substanz nicht. Prüfen Sie immer zuerst die Promotionsordnung und die Vorgaben der Betreuung, sie gehen jeder allgemeinen Empfehlung vor.

Arbeitstitel: präzise, nicht werblich. Er darf sich später ändern.
Problemstellung und Forschungslücke: was ist offen, und warum ist das relevant?
Forschungsfrage: eine Hauptfrage, höchstens drei Teilfragen. Beantwortbar, nicht weltumspannend.
Stand der Forschung: die zentralen Arbeiten, nicht alles Gelesene. Zeigt, dass Sie das Feld kennen.
Theoretischer Rahmen: mit welchem Instrumentarium betrachten Sie den Gegenstand?
Methodik: Datengrundlage, Erhebung, Auswertung. Der Abschnitt, der über Machbarkeit entscheidet.
Zeit- und Arbeitsplan: Phasen mit Monatsangaben, realistisch neben dem Beruf gerechnet.
Literaturverzeichnis: einheitlich zitiert, in der Zitierweise des Fachs.

Umfang und Form

Üblich sind 5 bis 15 Seiten; in den Geisteswissenschaften eher am oberen Ende, in Medizin und Technik knapper. Entscheidend ist nicht der Umfang, sondern dass eine fachfremde Leserin nach der ersten Seite weiß, worum es geht, und eine Fachleserin nach der letzten Seite glaubt, dass es machbar ist.

Formal gilt, was für die späteren Kapitel auch gilt: eine Zitierweise, konsistente Gliederung, keine Platzhalter. Ein Exposé mit „hier folgt noch" signalisiert dasselbe wie ein unfertiger Businessplan.

Fünf Fehler, an denen Exposés scheitern

Zu groß
„Die Frage ist keine Frage, sondern ein Themengebiet"

Wer „die Digitalisierung im Mittelstand" untersuchen will, hat kein Vorhaben, sondern ein Regal. Verengen, bis eine Antwort denkbar ist.

Ohne Lücke
„Es fehlt der Beitrag"

Wenn nicht klar wird, was noch nicht bekannt ist, fehlt der Grund für die Arbeit. Die Lücke muss belegt sein, nicht behauptet.

Methode nachrangig
„Erst Thema, dann irgendwie Daten"

Kein Datenzugang, keine Arbeit. Gerade Berufstätige unterschätzen, wie früh die Datenfrage entschieden werden muss.

Praxisbericht
„Erfahrung statt Forschung"

Berufserfahrung ist ein Vorteil, aber sie ersetzt keine Fragestellung. Die eigene Praxis wird zum Gegenstand, nicht zum Argument.

Zeitplan ohne Beruf
„Gerechnet wie im Vollzeitstudium"

Ein Plan, der 20 Stunden pro Woche unterstellt, ist beim ersten Projektstress ungültig. Besser konservativ rechnen und Puffer ausweisen.

Fachliche Unterschiede

In der Rechtswissenschaft steht die Fragestellung im Zentrum und die Methodik ist knapp; in der Medizin dominiert das Studiendesign, häufig mit Ethikvotum; in den Wirtschaftswissenschaften trägt der theoretische Rahmen; in den Ingenieurwissenschaften entscheidet der Zugang zu Versuchsaufbau oder Datensatz. Wer das Exposé fachfremd nach Schema baut, produziert Nachfragen.

Wie wir dabei arbeiten

Ascendius strukturiert, prüft und ordnet ein: Wir schärfen die Fragestellung, prüfen die Lücke gegen den Forschungsstand, hinterfragen den Methodenteil auf Machbarkeit und rechnen den Zeitplan gegen Ihren Kalender. Geschrieben wird das Exposé von Ihnen. Das ist keine Formalie, sondern die Bedingung dafür, dass der Grad hält.

Über Zulassung und Betreuung entscheidet die Universität. Alle Hochschulen, mit denen wir arbeiten, sind in anabin mit dem Status H+ geführt.

Häufige Fragen

Nachgefragt.

Wie lang muss ein Exposé für die Dissertation sein?+

In der Regel 5 bis 15 Seiten. Maßgeblich sind die Promotionsordnung und die Vorgabe der Betreuung; wo beide schweigen, gilt: so kurz, dass es gelesen wird, so lang, dass Frage, Methode und Zeitplan überprüfbar sind.

Was gehört in den Zeitplan?+

Die Phasen mit Monatsangaben: Literatur und Feinschliff der Frage, Datenerhebung, Auswertung, Schreibphase, Korrektur, Einreichung, Disputation. Für eine berufsbegleitende Promotion rechnen Sie konservativ und weisen Puffer aus.

Brauche ich schon Ergebnisse für das Exposé?+

Nein. Erwartet wird ein tragfähiger Plan, keine Vorwegnahme der Arbeit. Was Sie brauchen, ist Klarheit über Datenzugang und Methode, daran entscheidet sich die Machbarkeit.

Wer prüft das Exposé?+

Zuerst die potenzielle Betreuung, danach je nach Promotionsordnung ein Gremium der Fakultät. Beide Prüfungen fragen dasselbe: Ist die Frage relevant, ist die Methode geeignet, ist das Vorhaben in der geplanten Zeit zu schaffen.

Darf eine Promotionsberatung das Exposé schreiben?+

Nein, und wir tun es nicht. Die wissenschaftliche Eigenleistung muss vollständig bei Ihnen liegen. Beratung heißt: Struktur, Rückfragen, Prüfung gegen die Anforderungen der Fakultät.

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